Glaubst du an Märchen? Warum jede Gesellschaft ihre Mythen braucht

von katrin

Mythen sind einfach überall. Zu jeder Zeit, an jedem Ort, in jedem Kopf. Einfach überall.

Wenn ich über Mythen nachdenke, fällt mir immer als erstes das 19. Jahrhundert mit seinem Mythos einer deutschen Nation ein. In der Podcastfolge zur Münchner Stadtgründung von diridari.fm ist mir dieses Thema letztens mal wieder untergekommen.

Denn unser Stadtgründer Heinrich der Löwe war für die deutsch-nationalistische Gesellschaft im 19. Jahrhundert eine wichtige Identifikationsfigur. Eine Stadtgründungsgeschichte mit ihm in der Hauptrolle fütterte automatisch auch die Idee des deutschen Nationalbewusstseins. Oder anders ausgedrückt: Sie unterstützte den Glauben an den Mythos der Deutschen Nation.

Dass die Menschen im 19. Jahrhundert einem verklärten Bild des Nationalismus verfallen sind, ist aus heutiger Sicht leicht zu erkennen. Im Nachhinein weiß man bekanntlich alles besser.

Doch wie verhält es sich mit unserer eigenen Gesellschaft? Wir denken häufig, dass unsere heutige Welt rational, rein logisch, der Wissenschaft verpflichtet und total aufgeklärt sei. Völlig mythenfrei also. Oder?

Könnte man zwar meinen – stimmt so aber nicht.

Denn unsere Gesellschaft ist genauso durchdrungen von mythischen Erzählungen, wie jede andere vor uns auch. Und wie ich herausgefunden habe, ist das auch gut so. Denn Mythen erfüllen eine wichtige Funktion.

Welche das sind? Das erfährst du in diesem Blogartikel.

Was ist eigentlich ein Mythos?

Zu sagen, was ein Mythos genau ist, ist gar nicht so einfach. Und das liegt nicht etwa an einem Mangel an Erklärungs- und Definitionsansätzen. Im Gegenteil: Es gibt Unmengen davon. Und gleichzeitig auch keine.

“Das ‘Wesen’ des Mythos entzieht sich einer einheitlichen Definition”1 , lautet etwa der erste Satz in dem entsprechenden Beitrag eines Handbuchs zur Kulturphilosophie. Oder anders formuliert: Kommt darauf an, wen du fragst.

Wahrscheinlich denkst du bei dem Wort Mythos als erstes an die antiken Griechen. Schließlich sind die Geschichten von Odysseus, Herkules & co bis heute der Kassenschlager unter den religiösen mythischen Erzählungen.

Szene aus der Griechischen Mythologie bei Peter Paul Rubens; Die Töchter des Leukippos werden entführt
Peter Paul Rubens, Der Raub der Töchter des Leukippos,
um 1618, Alte Pinakothek München

Doch Menschen erzählen sich Mythen nicht nur dann, wenn sie an Götter und übersinnliche Kräfte glauben. Sie tauchen in sämtlichen Lebensbereichen auf und das bist heute. Darum sind Mythen auch Untersuchungsgegenstand der Psychologie, der Anthropologie sowie der verschiedenen Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften.

Und je nachdem, ob du eine Philosophin, einen Altphilologen, einen Psychologen oder eine Soziologin fragst, kriegst du eine andere Erklärung dafür, was ein Mythos ist.

Der mythische Anspruch auf Wahrheit

Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Mythos eine Erzählung ist, die einen Anspruch auf Wahrheit erhebt. Nach unserem heutigen Verständnis schwingt allerdings in dem Wort Mythos bereits eine Kritik an diesem Anspruch mit. Es suggeriert nämlich, dass die Erzählung – ganz entgegen ihrer eigenen Sichtweise – eben nicht wahr ist.

“Das gehört ins Reich der Mythen” – dieser Ausspruch macht eindeutig klar, was von der Gültigkeit einer Aussage zu halten ist. Sobald wir also eine Erzählung als Mythos entlarvt haben, distanzieren wir uns von ihrem Inhalt. Von außen oder auch rückblickend betrachtet, ist das Erkennen von Mythen natürlich viel einfacher. Als Europäer fällt es uns zum Beispiel leichter die mythischen Narrative der U.S.-amerikanischen Kultur zu entdecken. Und genauso können wir heute den Nationalismus des 19. Jahrhunderts als Mythos erkennen.

Mythen und ihre Funktion: Symbolhaft dargestellt an der Proklamation des deutschen Kaiserreichs in Versaille
Der Mythos der Deutschen Nation wird offiziell gemacht: Die Proklamation des Deutschen Kaisers in Versaille am 18. Januar 1871 als Geburtsstunde des Deutschen Kaiserreichs
(Gemälde von Anton von Werner, Museen Nord / Bismarck Museum, Gemeinfrei)

Wenn wir aber selbst an einen Mythos glauben, ist es natürlich wesentlich schwieriger ihn auch als solchen zu entlarven. Außerdem herrschte lange Zeit die Ansicht vor, dass in der modernen Welt Mythen durch Rationalität und wissenschaftliche Erkenntnis ersetzt worden seien. Denn die Vernunft habe über den Mythos triumphiert. Die Realität sieht aber nachweislich anders aus.

Wieso gibt es überhaupt Mythen?

So gern wir uns als moderne Gesellschaft abseits von jedem (Aber)Glauben sehen, frei von Mythen sind unsere Ansichten nie. Denn ohne Ausnahme macht sich jedes Kollektiv die Wirkung von Mythen zunutze. Jede Gemeinschaft bedient sich deren Kraft, um die eigenen historischen Entwicklungsprozesse zu erzählen und ein kollektives Selbstverständnis zu kreieren.

Das gilt gleichermaßen für die Familie, den Nationalstaat, den lokalen Schachclub und die weltweite Community aus Star Wars Fans. Egal wo man hinsieht, Mythen finden sich immer und überall. Allein diese Tatsache weist darauf hin, dass wir als Menschen nicht darauf verzichten können.

Die soziale Funktion des Mythos

Die Inhalte von Mythen sind mit wissenschaftlichen Methoden oft nicht messbar, weshalb so manche sie gerne ignorieren würden. Doch weil Mythen in kollektiven Vorstellungen der Gesellschaft kursieren, prägen sie trotz allem unsere Welt – ob wir das nun in messbaren Zahlen abbilden können, oder nicht.

Allein durch ihre Existenz werden sie bis zu einem gewissen Grad zur gelebten Realität und manifestieren sich dort. Außerdem erfüllen sie wichtige soziale Funktionen im gesellschaftlichen Miteinander.

Ein Beispiel dafür ist der Mythos der arbeitsfaulen und individualistischen Generation Y, der seit längerem durch die moderne Arbeitswelt geistert. Wissenschaftlich gesehen ist diese Generationen-These nicht haltbar. Soziologen zufolge hat sie aber dennoch einen Nutzen:

„Gesellschaftlich betrachtet ist die Diskussion beliebt, weil man ganz locker ein wenig systemkritisch über das Arbeitsleben philosophieren kann. Ohne große Folgen. Dieser unverbindliche Talk hat eine soziale Funktion.“

Zeit-Interview mit Marcel Schütz, „Die Generation Y ist ein Mythos“2

Auch der französische Philosoph und Schriftsteller Roland Barthes war der Meinung, dass wir vor allem von den “Mythen des Alltags” geprägt werden. Durch sie würde das gesellschaftliche Konstrukt, in dem wir leben, legitimiert. Deshalb fand er sie in seiner alltäglichen Lebenswelt auch überall und sah durch sie seine gelebte Realität bestimmt.

Stifter von Sinn und Identität

In diesem Sinne sind Mythen innerhalb eines Kollektivs maßgeblich sinn- und idetitätsstiftend. Dabei setzen Mythen auf zwei elementare Faktoren: Sie sind emotional und sie schaffen ein Narrativ. Weil wir Menschen grundsätzlich darauf anspringen (wir können einfach nicht anders…), funktionieren sie auch so gut.

Vor allem in Zeiten der Unsicherheit haben Mythen Hochkonjunktur. Denn dann können sie Trost und Sinn spenden. Durch sie erhalten Menschen sowohl richtungsweisende Handlungkonzepte als auch die Möglichkeit, im Erlebten einen höheren Sinn zu erkennen. In diesen Zeiten werden sie zum Leitfaden, an dem man sich in einer komplizierten und überfordernden Welt entlang hangeln kann.

Als Identitätsstifter können Mythen außerdem das Zugehörigkeitsgefühl zu einer eigenen Gruppe bestärken oder auch die Abgrenzung zu einer anderen verschärfen. Damit tragen sie maßgeblich zur Selbst- und Fremdwahrnehmung von Gesellschaften bei. Wenn sich zum Beispiel die Babyboomer über die Arbeitsmoral der Generation Y beschwert und sich umgekehrt die Ypsiloner über die rückschrittliche Dominanz der Boomer aufregen. Was sie trennt ist ironischerweise auch das, was sie verbindet: Ihr gemeinsamer Glaube an denselben Mythos einer Generationenidentität.

Ebenso prägt der Mythos vom spröden und völlig spaßbefreiten Preußen kulturell das bayerische Selbstverständnis. Über dieses Narrativ betonten die Bayern historisch ihre Unabhängigkeit und ihre eigene Mentalität, die natürlich hervorstechend positive Eigenschaften auszeichnet. Die Preußen kommen im Gegensatz dazu nicht gut weg und die Abgrenzung zum Fremden wird verschärft. Ein Mythos, der bis heute andauert.

Münchner Bavaria
Die Münchner Bavaria über der Theresienwiese. Ein Zeichen des Mythos vom unabhängigen Bayerischen Königtum

Die Sprache der Mythen

Spannend ist auch, wie Mythen vermittelt werden. Früher wie heute werden sie vor allem durch Bilder, Texte und Musik transportiert. Zwar unterscheiden sich auf den ersten Blick die Inhalte, doch eigentlich besteht zwischen einem Film von Quentin Tarantino und einem griechischen Heldenepos kein großer Unterschied. Zumindest was die Sprache der Symbole angeht.

Zwar hat die Götterverehrung drastisch abgenommen und beim Gedanken an Nationalhelden wie Heinrich dem Löwen wird heute kaum noch jemand schwach. Doch wir haben unsere eigenen Ikonen, die wir uns zum Beispiel in der Popkultur oder fremden Kulturen suchen. Durch sie bilden wir eine Gegenwelt zu unserer Alltagskultur, die wir als unsere “Realität” erleben.

Solche ikonischen Figuren sind heutzutage zum Beispiel Gandhi oder Che Guevara. Bestimmt sind bei diesen Namen vor deinem inneren Auge sofort Bilder vom milde lächelnden Gandhi aufgetaucht. Oder vielleicht auch ein Poster mit dem stilisierten Porträt von Guevara über dem Bett eines Teenagers. Wir alle kennen diese Bilder nur allzu gut.

Zeichen und Symbole als Vermittler von Mythen

Genau auf diese Art und Weise werden Mythen vermittelt: Über Bilder und symbolhafte Sprache. Es reicht sogar aus, dass du nur eine stilisierte Mütze mit einem Sternchen darauf siehst – und sofort wäre dir der gesamte Mythos Guevara mit all seinen Implikationen im Bewusstsein präsent. Vorausgesetzt natürlich, dass du durch deine vorangegangene Sozialisation damit vertraut bist.

So ähnlich ging es den antiken Griechen, wenn sie ihre Göttermythen hörten. Dem antiken Zuhörer waren die Symbole der Erzählungen vertraut, während wir ihre Bedeutung wie einen Code entschlüsseln müssen. Ebenso verstand ein mittelalterlicher Kirchenbesucher sofort die Botschaften der bildlichen Darstellungen über dem Altar. Wir hingegen müssen sie uns durch kunstgeschichtliche Studien erst mühsam aneignen. Für den Gläubigen des Mittelalters war der vermittelte Inhalt – sprich der christliche Mythos – jedoch Teil seiner Lebensrealität und daher begriff er ihn intuitiv.

Ein modernes Beispiel ist das Internet-Meme. In seiner symbolischen Vielschichtigkeit ist es das perfekte Transportmittel für Mythen. Besonders beliebt ist es in verschiedenen Subkulturen des Internets, die über sehr spezifisches Wissen verfügen. Außenstehende beißen sich daran dann oftmals die Zähne aus. Den ihnen fehlt das notwendige Vokabular und die Sozialisation in der Subkultur, um die symbolischen Botschaften entschlüsseln zu können.

Griechische Vasenkunst, die Odysseus zeigt
Odysseus, 4. Jh. v. d. Z.
Byzantinisches Mosaik. Christus wird im Fluss von Johannes getauft
Jesus wird von Johannes getauft, 13. Jh., Baptisterium S. Giovanni, Florenz
Harry Potter schaut mit übertrieben trainiertem Oberkörper und verschränkten Armen in die Kamera. Die Überschrift sagt "Bro, do you even leviosa"?
Harry-Potter-Meme

Mythen und ihre politische Funktion

Zeichen und Symbole sind beim Vermitteln von Mythen also ausschlaggebend. Neben der Popkultur werden sie vor allem im politischen Kontext häufig bemüht. Durch die ständige Wiederholung bestimmter Symbole verfestigen sich die passenden Narrative in unseren Köpfen. Dadurch setze sie sich im kollektiven Bewusstsein fest und werden häufig zu unserer gelebten Realität.

Als Willy Brandt beispielsweise 1970 in Warschau auf die Knie sank, war das mehr als nur ein symbolhafter Akt der Bitte um Vergebung für die Kriegsverbrechen der Deutschen. Es war die Um- und Neuschreibung eines Mythos, der die deutsch-polnischen Beziehungen prägte. Brandt kommentierte in seinen Erinnerungen die spontane Geste später mit den Worten:

“Am Abgrund der deutschen Geschichte und unter der Last der Millionen Ermordeten tat ich, was Menschen tun, wenn die Sprache versagt.“

Willy Brand, Erinnerungen

Dort, wo die Sprache versagte, ließ er Symbole sprechen und schrieb damit nicht nur Geschichte. Er beeinflusste auch die Art und Weise, wie wir heute über das deutsch-polnische Verhältnis denken. Wir glauben als Gesellschaft an ein modernes Europa der offenen Grenzen und Partnerschaften auf Augenhöhe. Mit ziemlicher Sicherheit ist auch das ein Mythos – doch er ermöglicht es uns, die Grenzen offen zu halten und keine Angst vor unseren Nachbarn zu haben.

Mythen erfüllen also auch eine politische Funktion. Wenn unterschiedliche Gesellschaften sich auf gemeinsame Erzählungen wie ein friedliches und vereintes Europa verständigen können, stehen die Chancen für genau so ein Europa nicht schlecht. Durch omnipräsente Symbole, wie zum Beispiel den Euro, tragen wir den Mythos Europa buchstäblich mit uns herum. Nicht umsonst wollen reaktionäre Strömungen die D-Mark zurück, denn sie glauben an den Mythos der alten Nationalstaaten.

Die politische Funktion gemeinsamer Mythen und ihrer Symbole ist nicht zu unterschätzen. Denn durch sie können wir uns auf eine gemeinsame Realität verständigen, auch über Grenzen, Sprachen und Kollektive hinweg.

Der Mythos wird von uns gelebt. Und zwar in Dauerschleife

Eine Gesellschaft braucht also ihre Mythen. Doch auch wenn sie ihren Nutzen haben und wir nie völlig aus ihnen ausbrechen können, kann es natürlich nicht schaden, sich zumindest ihrer Existenz bewusst zu sein.

Das beginnt mit dem Bewusstsein, dass unsere erlebte Realität ein Konstrukt ist. Das, was wir als “natürlich” empfinden und in unserem Alltagsleben wie selbstverständlich hinnehmen, ist das Produkt eines geschichtlichen und gesellschaftlichen Prozesses. Mythen liefern uns die notwendige Legitimation, um an die Konstrukte zu glauben, in denen wir leben.

Doch auch wenn unsere Lebensrealität am Ende nur ein Konstrukt ist (oder einfach nur eine von vielen möglichen Realitäten?), bietet sie uns den Vorteil von Sicherheit und Stabilität. Und die brauchen wir als Menschen, um nicht an der Willkür des Lebens zu zerbrechen.

Ein Mythos folgt dem anderen

Das Ende des zweiten Weltkrieges war für die Deutschen ein so bedeutender Einschnitt, dass er unsere Gesellschaft bis heute nachhaltig prägt. Theodor Heuss beschrieb das allgemeine Empfinden bezüglich der “Befreiung” am 8. Mai 1945 als ein Gefühl von “erlöst und vernichtet in einem”. Um das Trauma der kollektiven Schuld (und der Niederlage) zu überwinden, schwankte die deutsche Gesellschaft anfangs zwischen Opferhaltung und Verdrängung.

Antworten für ihr Dilemma fanden die Deutschen in zahlreichen Nachkriegsmythen. Diese unpolitische Selbstwahrnehmung fokussierte sich auf wirtschaftlichen Aufschwung (mit dem VW-Käfer als Symbol) und einen radikalen Neuanfang. Die “Stunde Null” sollte den Bruch zur bösen, aber vergangenen Geschichte symbolisieren. Diese Narrative wurde erst in der jüngeren Geschichtsforschung in Frage gestellt und als Mythen entlarvt.

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Der Mythos des deutschen Übermenschen wurde abgelöst vom Mythos des deutschen Neuanfangs. Und dieser vom Mythos der radikalen Aufklärung und der Aufarbeitung.

Rückblickend waren all diese Mythen, die dem Terror des NS-Regimes folgten, wahrscheinlich notwendig. Die deutsche Gesellschaft musste sich erst stabilisieren, bevor sie sich der Aufarbeitung ihres kollektiven Traumas zuwenden konnte. Diese Aufarbeitung (und die Aufarbeitung der Aufarbeitung) dauert bis heute an und wird noch lange keinen Abschluss finden. Und in diesem Prozess entlarvt sie sich wiederkehrend selbst, justiert neu, macht weiter.

Gerade eben befinden wir uns wieder mitten in einem Umbruch. Die Pandemiejahre 2020/21 lassen ihre ganz eigenen Mythen entstehen, an denen wir als Gesellschaft kollektiv festhalten. Und das ist auch gut so. Sie helfen uns mit dem Leben und der Realität fertig zu werden.

Doch ermahnen sie uns auch daran, dass wir nie mit völliger Sicherheit sagen können, was richtig oder falsch ist. Denn den absoluten Anspruch auf Wahrheit gibt es nicht.

Und wenn doch – dann ist es wahrscheinlich ein Mythos.

Literaturnachweis

„Die Generation Y ist ein Mythos“, Interview auf Zeit-Online vom 29.02.2016

Mirja Fürst, Zeitgenössische Mythen und ihre gesellschaftliche Konstruktion, Rezeption und Funktion. Das Bildnis Che Guevaras, Magisterarbeit 2009.

Andreas Osterroth, Das Internet-Meme als Sprache-Bild-Text, IMAGE Ausgabe 22 (2015)

Peter G. Richter, Zur Funktion von Mythen aus psychologischer Sicht – dargestellt am „Mythos Dresden“, TU Dresden, Onlinedokument.

Heidi Hein-Kircher, „Deutsche Mythen“ und ihre Wirkung, Beitrag auf BPB Online vom 18.03.2013.

Willy Brandt, Erinnerungen, Auszug aus dem Buch auf Deutsche Geschichten online.

Christoph Jamme, Beitrag „Mythos“, in: Ralf Konersmann (Hrsg.), Handbuch Kulturphilosophie, Stuttgart/Weimar 2012.

Wikipedia, mein bester Freund und Helfer.

  1. Christoph Jamme, Beitrag „Mythos“, in: Ralf Konersmann (Hrsg.), Handbuch Kulturphilosophie, Stuttgart/Weimar 2012. []
  2. „Die Generation Y ist ein Mythos“, Interview auf Zeit-Online vom 29.02.2016 []
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